Geschichte - Kirchbauverein-Reichwalde

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Geschichte

Die Kirche
 
Geschichte
 
Ersterwähnung von Reichwalde 1390 erste Kirche wahrscheinlich 1430.
Im Jahre 1443 haben sich die Söhne des Pfarrers von Reichwalde an Räubereien beteiligt, demnach muss Reichwalde einen eigenen Pfarrer gehabt haben.
 
Reichwaldes Siedlungsform als Platzdorf lässt auf eine deutsche Siedlungsgründung während der zweiten Phase der deutschen Ostkolonisation im 13. Jahrhundert schließen. Urkundlich erstmals erwähnt wird Rychenwald 1364,
bereits 1394 ist ein Rittergut nachweisbar das 1399 der Familie von Metzradt gehört.
 
Die Reichwalder Kirche ist ursprünglich eine Filialkirche der Klittener Pfarrkirche. Die Ordination eines evangelischen Pfarrers wird 1527 in einer Wittenberger Matrikel genannt. Der erste bekannte Lehrer und Kirchenchronist unterrichtete seit 1688.
 
1747 wird die alte Holzkirche (vermutlich änlich der Holzkirche in Spray) durch einen massiven Neubau ersetzt. In ihr sind die Nachbarorte Publick und Wunscha eingepfarrt, seit 1825 auch Schadendorf.
 
Ludwig Reichsgraf von Pückler, Vater des späteren Fürsten Hermann von Pückler-Muskau,
lässt auf seine Kosten 1804 die Kirche und ihr Turm ausgebessern.
 
Da im östlich benachbarten Kirchspiel Daubitz nur noch deutsch gepredigt wird, werden 1858 die überwiegend sorbischen Dörfer Altliebel, Mocholz, Nappatsch Viereichen und Zweibrücken nach Reichwalde umgepfarrt, da dort jeden Sonntag nach dem deutschen noch ein sorbischer Gottesdienst gehalten wurde, bis 1936.
Durch einen Blitzschlag wird das Kircheninnere 1874 beschädigt. Während des Ersten Weltkriegs muss die Kirche 1917 ihre Glocken abliefern. Als Ersatz wird eine Glocke aus Kreba geliehen. Im August 1924 können drei neue Bronzeglocken geweiht werden.

Während des Zweiten Weltkriegs brennt die Kirche am 19. April 1945 aus.  Erst 1948/1949 kann die Kirche wieder aufgebaut werden.
Aus Mangel an Baumaterial konnte sie nicht wieder so aufgebaut werden wie sie ursprünglich war.
Durch diesen Umstand ist sie wohl eine der schlichtesten Kirchen in Sachsen.
Der Innenausbau aus naturbelassenen Holz gibt ihr eine besondere Prägung.

Dank der Opferwilligkeit der Gemeinde konnte 1951 eine Orgel mit 14 Registern und zwei Manualen beschafft werden. Sie wurde von der Firma Eule in Bautzen hergestellt. Die Einweihung erfolgte am Sonntag Kantate 1951 durch Oberkonsistorialrat Fränkel.
Dann erklang von J. Sebastian Bach die Fantasie in G-Dur, daraufhin sang die ergriffene Gemeinde: „Allein Gott in der Höh sei Ehr`“. Der Gottesdienst wurde mit dem Lied: „Nun danket alle Gott“. beendet.

In den Folgejahren wurden Innen wie Außen mehrere Renovierungs und Ausbesserungsarbeiten durchgeführt.

Und nun sind wieder Erhaltungsmaßnahmen notwendig.




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